Wertschöpfung

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Wertschöpfung

Was ein produzierendes Unternehmen der Metallindustrie, wie es die Standard-Metallwerke GmbH (kurz SWW genannt) ist, ausmacht, lässt sich anhand seiner Wertschöpfungskette umschreiben. Die nachfolgenden Erläuterungen beschreiben dabei einen typischen Fertigungsablauf innerhalb der Produktion. Je nach Produkt kommen nicht alle Schritte zur Anwendung, aber die Beschreibung gibt einen Überblick über die Fertigungsmöglichkeiten der Standard-Metallwerke.

 

Vormaterial

Standard-Metallwerke GmbH ist von der Herkunft her ein klassischer Rohrziehbetrieb. Als Vormaterial kommen gepresste Rohre in geraden Längen oder als Ringe zum Einsatz. Unterschieden wird dabei nach kammer- und dorngepressten Rohren. In einigen Fällen werden auch geschweißte Rohre als Vormaterial eingesetzt und bei Kupfer findet man recht häufig bereits vorgezogene Rohre.

 

Weichglühen

Einige Pressrohre benötigen einen ersten Glühprozess, um sich besser ziehen zu lassen. Daher wird hier ein erstes Glühen vorgeschaltet. 

 

Anspitzen

Ist der erste Bearbeitungsschritt; dabei wird eine Spitze angeformt an der das Rohr durch das Werkzeug gezogen werden kann. Bei großen Durchmessern werden Rohre mit  Innenspannzangen gehalten. Bei  der Ringrohrfertigung muss das Rohr nur am Anfang angespitzt werden.

 

Ziehen mithilfe eines Ziehwerkzeugs

Rohre ziehen

Der Kernprozess für die Standard-Metallwerke. Mittels eines Innen- und Außenwerkzeugs werden die Rohre schrittweise umgearbeitet. Dabei werden i. d. R. der Außendurchmesser kleiner und die Wand dünner. Gleichzeitig wird das Metall selbst in seiner kristallinen Struktur geändert.

 

Richten

Viele Rohre benötigen, je nach Kundenanforderung einen Richtprozess, um die erforderliche Geradheit zu halten. Hier kommen verschiedene Richtmaschinen oder auch Reckbänke zum Einsatz.

 

Waschen & Entfetten

Vor den nächsten Schritten bzw. auch bei Zwischenglühungen steht ein Reinigungsprozess an, um die beim Ziehen notwendigen Fette und Öle von der Oberfläche und in den Rohren zu entfernen. Diese würden ansonsten auf dem Material zu Verunreinigungen führen, die funktional oder dekorativ nicht erwünscht sind.

 

Wärmebehandlung und Abschrecken

In vielen Fällen schließt sich nach dem Ziehen eine Wärmebehandlung an, teilweise in mehreren Schritten (z. B. bei aushärtbaren Aluminium-Legierungen wie EN-AW6060). Hierfür stehen unterschiedliche Öfen zur Verfügung, die entweder im Durchlauf oder in einer Kammer die Rohre erwärmen bzw. abschrecken. In der Inline-Fertigung kommt eine HF-Durchlaufglühe zum Einsatz. 

 

Sägen und Trennen

Die Rohre werden anschließend auf die gewünschte Länge gebracht, entweder als sogenannte Herstellungslängen in einem recht grob definierten Längenbereich, oder als Fixlänge mit einem eng gesteckten Toleranzfeld. Bei Herstellungslängen wird häufig ein spanfreies "Abschlagen" eingesetzt. Für Fixlängen kommen als spanfreies Verfahren Orbitaltrennen und Abscheren in Frage, ansonsten können die Rohre auch gesägt werden, wobei ein anschließendes Entgraten und ggf. Waschen notwendig wird.

 

Umformen

Das am häufigsten angewendete Umformen ist das Anformen von Geometrien, das ein Aufschieben von Schläuchen oder einen Anschluss von Verbindern ermöglicht.

 

Montage

Baugruppen aus Rohren nach Kundenzeichnung können einfache Montagetätigkeiten beinhalten, aber auch Kleben, Verschweißen und Löten sind möglich.

 

Verpacken

Zu guter Letzt steht das Verpacken an; bei geraden Rohren kommen häufig Holzkisten oder Gestelle zum Einsatz. Fixlängen können in Gitterboxen, Kartons oder Mehrwegbehältern verpackt werden. Bei Baugruppen schließlich finden sich auch angepasste Einsätze, um Schäden während des Transports zu verhindern.